Ausschüttungsquote
Der Anteil des Unternehmensgewinns, der als Dividende an die Aktionäre zurückfließt.
Die Ausschüttungsquote ist die Summe der gezahlten Dividenden geteilt durch den Nettogewinn über einen definierten Zeitraum (meist ein Jahr). Sie ist der gängigste Tragfähigkeitstest für eine Dividende.
Faustregeln (sehr grob, je nach Branche): - **Unter 50 %** — komfortabel; viel Spielraum, um auch in einem schlechten Jahr weiterzuzahlen. - **50–75 %** — typisch für etablierte Dividendenzahler in stabilen Branchen. - **Über 75 %** — wird eng; ein schwaches Gewinnjahr könnte eine Kürzung erzwingen. - **Über 100 %** — das Unternehmen schüttet mehr aus, als es verdient; nur über Schulden, Vermögensverkäufe oder vorübergehende EPS-Einbrüche tragfähig.
Es ist nicht die einzige Prüfung. Ein Unternehmen kann eine Quote von 90 % haben und dennoch sicher sein (planbarer Cashflow, geringer Investitionsbedarf — Versorger, REITs); ein anderes kann bei 40 % liegen und trotzdem kürzen (zyklische Branche, Fälligkeitsmauer bei Schulden).
Kombinieren Sie sie mit der **Coverage Ratio** für ein ehrlicheres Bild.